Ein plötzlicher Wadenkrampf kann dich nachts unsanft aus dem Schlaf reißen. Aber auch bei sportlichen Betätigungen ist ein Krampf in der Wade oder im Oberschenkel äußerst störend und vor allem sehr schmerzhaft. Mit ein paar simplen Tipps und Hausmitteln entspannen sich die Muskeln aber schon nach kurzer Zeit wieder.
Doch was löst die Muskelkrämpfe eigentlich aus und wie kann man ihnen vorbeugen?
Ursachen für Wadenkrämpfe
Die Ursache für Wadenkrämpfe ist oft harmlos und leicht behandelbar. Meistens löst eine Störung im Elektrolythaushalt den Krampf aus. Das bedeutet, dass im Körper ein Mangel an wichtigen Mineralstoffen und Salzen vorliegt. Dadurch wird das Erregungsniveau der Muskelfasern beeinträchtigt und es kommt zu Krämpfen in den Waden oder auch in den Oberschenkeln. Gründe für einen Elektrolytmangel sind:
- Flüssigkeitsmangel
- starkes Schwitzen
- einseitige Ernährung, Diäten oder Alkohol
Weitere mögliche Auslöser für einen Muskelkrampf sind:
- ungewohnt starke Beanspruchung der Muskulatur
- Konsum von Nikotin
- Schlafmangel oder Übermüdung
- eine falsche Fußstellung oder nicht passendes Schuhwerk
Tipps und Hausmittel gegen Wadenkrämpfe
1. Dehnübungen
Um den Krampf in der Wade zu lösen, helfen bereits ein paar simple Dehnübungen. Stelle dafür dein Bein ab und drücke die Ferse auf den Boden. Wenn du jetzt die Zehen nach oben ziehst, dehnst du den Unterschenkel und kannst den Krampf lösen. Bei einem Wadenkrampf in der Nacht kannst du die Übung auch im Liegen durchführen. Ziehe einfach deine Zehen in Richtung Schienbein und drücke die Ferse vorsichtig nach unten. Alternativ kann dir bei dieser Übung auch eine zweite Person helfen.
Tritt ein Krampf im Oberschenkel auf, stellst du dich aufrecht hin, greifst den Fuß des betroffenen Beines und ziehst ihn zum Po.
2. Durchblutung fördern
Versuche, mit dem betroffenen Bein vorsichtig aufzutreten. Durch die Belastung wird die Durchblutung angeregt und der Krampf löst sich. Alternativ kann eine Massage helfen, die Muskulatur zu lockern.
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Übrigens: Herkömmliche Schmerzmittel, wie z.B. Paracetamol oder Aspirin, helfen dir bei Krämpfen in der Wade nicht weiter.
3. Warme Wadenwickel
Auch warme Wadenwickel können die angespannte Muskulatur wieder beruhigen. Übergieße hierfür ein Handtuch mit warmem Wasser und wringe es kräftig aus. Anschließend wickelst du das feuchte Handtuch um das betroffene Bein. Entferne das Handtuch, sobald es abgekühlt ist, und wiederhole das Ganze bei Bedarf nochmal.
4. Ein warmes Bad
Warme Bäder lösen Verspannungen und verkrampfte Muskeln. Um den Effekt noch zu verstärken, kannst du einen Badezusatz verwenden, z.B. mit Salz aus dem Toten Meer oder ätherischen Ölen.
5. Wechselduschen
Regelmäßige Wechselduschen kurbeln die Durchblutung an. Spüle deine Unterschenkel abwechselnd mit warmem und kaltem Wasser ab, um Krämpfe zu lösen und neuen Krämpfen vorzubeugen.
6. Viel trinken
Um einem Flüssigkeitsmangel vorzubeugen, solltest du viel trinken. Nach dem Sport eignen sich z.B. isotonische Getränke wie alkoholfreies Bier oder Apfelschorle.
7. Magnesium
Achte stets darauf, dass du ausreichend Magnesium zu dir nimmst. Vollkornprodukte, Nüsse und Mandeln eignen sich nach dem Sport besonders gut, um den Magnesiumspeicher wieder aufzufüllen.
8. Bewegung
Wenn du unter Wadenkrämpfen leidest, obwohl du normalerweise keinen Sport treibst, liegt das höchstwahrscheinlich an Bewegungsmangel. Um Krämpfen vorzubeugen, solltest du nämlich auf ausreichend Bewegung achten – besonders, wenn du häufig am Schreibtisch sitzt. Ein täglicher Spaziergang kurbelt die Durchblutung an und lockert die Muskulatur.
Mit diesen Tipps kannst du Wadenkrämpfen schnell und zuverlässig entgegenwirken. Leidest du auch öfter mal unter Krämpfen in der Wade oder im Oberschenkel?
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Quellen: utopia, netdoktor, gute-nacht-wadenkrampf
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